EÜ Bachstraße in Pulsnitz
Gutachten und Nachrechnung Stufe 3
Das Eisenbahnviadukt über die Bachstraße in Pulsnitz wurde gemäß Bestandsunterlagen der Deutschen Bahn im Jahr 1870 erbaut. Im Zuge einer ersten Nachrechnung der Stufe 1 aus dem Jahr 2016 konnte keine weitere Restnutzungsdauer nachgewiesen werden. Das liegt vor allem daran, dass der verbaute Stahl nicht zweifelsfrei zugeordnet werden kann und daher von einem Schweißeisen/Puddelstahl ausgegangen wurde. Mit dieser Perspektive kann weder eine Instandsetzung noch ein Ersatzneubau beplant und umgesetzt werden.
In einem ersten Schritt erstellte sbf ingenieure ein Gutachten mit den erforderlichen Maßnahmen zur zweifelsfreien Beurteilung des aktuellen Bauwerkszustandes auf Grundlage der Bestandsunterlagen. Darauf aufbauend wurden im Rahmen einer Nachrechnung der Stufe 3 die Werkstoffeigenschaften bestimmt. Auf diese Weise konnte nachgewiesen werden, dass der Werkstoff einem Flussstahl zugeordnet werden kann. Daraus wurde eine Restnutzungsdauer von über 30 Jahre ermittelt.
Projektdaten
Standort:
Bachstraße in Pulsnitz
Bauherr / Auftraggeber:
Bauherr: DB InfraGO AG
Auftraggeber: BAUGRUND DRESDEN Ingenieurgesellschaft mbH
Leistungszeitraum:
2023 - 2024
Leistungen sbf ingenieure:
- Gutachten zum weiteren Umgang mit dem Bauwerk
- Koordination der minimalinvasiven Probenentnahme, Beprobung und Werkstoffbestimmung
- Nachrechnung der Stufe 3 gem. Ril 805
Technische Daten:
- Konstruktion: genietete Altstahlüberbauten
- System: 4-feldrige Einfeldträgerkette
- Material: Flussstahl um 1900
- Stützweite: max. 12,60 m